NACHI
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Das zweireihige Pendelkugellager 1213 KC3 von NACHI (65x120x23 mm) gleicht Fluchtungsfehler aus und bietet mit konischer Bohrung flexiblen Halt.
Das Pendelkugellager 1213 KC3 ist ein zweireihiges Wälzlager von NACHI aus Wälzlagerstahl (100Cr6). Durch die durchgehende hohlkugelige Laufbahn im Außenring gleicht diese Bauform statische sowie dynamische Fluchtungsfehler im Betrieb aus. Als offene Ausführung ohne Dichtscheiben erlaubt es die freie Zirkulation externer Schmierstoffe. Ein formstabiler Stahlblechkäfig führt die beiden Kugelreihen. Mit einem Einsatzbereich von -30 bis +150 Grad eignet sich das Lager für vielseitige Industrieanwendungen.
Dieses Lager bewährt sich vor allem dort, wo Fluchtungsfehler zwischen Lagersitzen oder Wellendurchbiegungen auftreten. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungen mit langen Wellen oder Konstruktionen, bei denen lastbedingte Fluchtungsfehler ausgeglichen werden müssen. Das zweireihige Lager nimmt überwiegend radiale Belastungen auf und gleicht Schiefstellungen der Welle aus, ohne dass unzulässige Kantenspannungen entstehen. Konstrukteure nutzen diese Eigenschaft, um Fertigungstoleranzen im Gehäuse oder lastbedingte Verformungen auszugleichen.
Das Nachsetzzeichen K verweist auf eine konische Bohrung mit dem Steigungsverhältnis 1:12. Diese Form erlaubt eine Montage mittels Spann- oder Abziehhülse auf zylindrischen Wellen oder direkt auf kegeligen Lagersitzen. Die Kennzeichnung C3 gibt eine leicht erhöhte Radiallagerluft an. Dieser vergrößerte Spielraum fängt das verringerte Radialspiel auf, das beim axialen Aufschieben auf den Konus entsteht. Gleichzeitig beugt die Lagerluft C3 einem Klemmen bei betriebsbedingter Erwärmung im Bereich bis +150 Grad vor.
Das Lager besitzt einen Bohrungsdurchmesser von 65 mm, einen Außendurchmesser von 120 mm und eine Breite von 23 mm. Die Bohrung ist kegelig im Verhältnis 1:12 geformt, was für die passende Wellengestaltung oder die Auswahl von Montagehülsen maßgeblich ist.
Die Klasse C3 steht für eine leicht erhöhte radiale Lagerluft gegenüber dem Normalwert. Da sich das radiale Spiel beim Einbau eines konischen Innenrings durch die Aufweitung verringert, gleicht C3 diesen Schwund aus. Nach der Endmontage und bei betrieblicher Wärmeentwicklung verbleibt somit genügend Bewegungsspielraum für einen leichten Lauf der Wälzkörper.
Lager mit kegeliger Innenbohrung werden entweder direkt auf einen konischen Wellenzapfen oder mithilfe einer Spann- beziehungsweise Abziehhülse auf eine zylindrische Welle gesetzt. Der feste Sitz ergibt sich über den axialen Verschiebeweg. Beim Aufschieben verringert sich die Radialluft messbar, was dem festen Halt des Innenrings dient.
Zulässig ist ein Betriebsbereich von -30 bis +150 Grad. Der verarbeitete Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) sowie der integrierte Stahlblechkäfig bleiben in diesem Temperaturfenster formstabil. Weil es sich um eine offene Ausführung ohne Dichtungen handelt, richtet sich die tatsächliche Einsatzgrenze nach dem extern zugeführten Schmierstoff, der auf die Betriebstemperatur abgestimmt sein muss.
Der Außenring verfügt über eine gemeinsame sphärische Laufbahn für beide Kugelreihen. Hierdurch können Innenring und Kugelkränze um den Mittelpunkt schwenken. Die Konstruktion toleriert Wellendurchbiegungen und Fluchtungsfehler zwischen den Lagerstellen, was den Verschleiß verringert und Verspannungen im Lagersystem vermeidet.
Die Bauart ohne integrierte Dichtscheiben eignet sich für Lagerstellen, die über das Außengehäuse abgedichtet oder an ein Schmiersystem angebunden sind. Das Schmiermittel gelangt frei an Kugeln und Käfig. Zudem erzeugt das offene Design keine Reibung durch berührende Dichtlippen, was die Wärmeentwicklung bei höheren Drehzahlen begrenzt.
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