SKF
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Das Pendelkugellager 2208 E-2RS1TN9/C3 gleicht Fluchtungsfehler aus und schützt mit beidseitigen Schleifdichtungen bei kompakten Abmessungen von 40x80x23 mm.
Das zweireihige Pendelkugellager 2208 E-2RS1TN9/C3 von SKF nimmt radiale Lasten auf und gleicht statische sowie dynamische Schiefstellungen zwischen Welle und Gehäuse selbsttätig aus. Die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring ermöglicht diese Winkeleinstellbarkeit im laufenden Betrieb. Gefertigt aus klassischem Wälzlagerstahl 100Cr6 mit den Hauptabmessungen 40 mm Bohrung, 80 mm Außendurchmesser und 23 mm Breite, entspricht die Bauform der Normaltoleranz P0/PN beziehungsweise ABEC 1.
Konstruktionen mit langen Wellen neigen unter Belastung zu Durchbiegungen oder Fluchtungsfehlern der Gehäusebohrungen. Hier trägt die winkelausgleichende Geometrie des zweireihigen Wälzlagers dazu bei, Kantenspannungen zu reduzieren und vorzeitigen Verschleiß zu mindern. Typische Einsatzbereiche liegen im allgemeinen Maschinenbau bei Wellenführungen, die elastisch nachgeben oder bei denen Fertigungstoleranzen der Gehäuseteile ausgeglichen werden müssen. Ausgelegt ist die Bauart für einen Arbeitsbereich von -30 bis +100 Grad Celsius.
Die Ausführung E-2RS1TN9/C3 kombiniert drei spezifische Ausstattungsmerkmale für anspruchsvolle Umgebungen. Beidseitig berührende Schleifdichtungen halten Schmutzpartikel sowie Feuchtigkeit fern und bewahren den Schmierstoff im Lagerinneren. Ein leichter Polyamidkäfig führt die Wälzkörper vibrationsarm und geräuscharm. Durch die leicht erhöhte Radiallagerluft C3 bleibt das Lagerspiel auch dann erhalten, wenn feste Passungen oder betriebsbedingte Temperaturunterschiede zwischen Innen- und Außenring das Radialspiel im Einbauzustand verringern.
Mit einem Innendurchmesser von 40 mm, einem Außendurchmesser von 80 mm sowie einer Baubreite von 23 mm entspricht die Ausführung den genormten Hauptabmessungen der Baureihe 22 für Pendelkugellager mit Standard-Innenring.
Die Kennzeichnung C3 steht für eine leicht vergrößerte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung. Dieser zusätzliche Spielraum gleicht Passungseinschnürungen aus, die bei festem Wellensitz oder Gehäuseerwärmungen während des Betriebs auftreten, damit das Lager nicht verspannt.
Beidseitig angebrachte Schleifdichtungen aus elastomerem Werkstoff schirmen die Laufbahnen und Kugelreihen gegen Schmutzpartikel sowie Feuchtigkeit ab. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, das Schmiermittel im Lagerinneren zu halten.
Der Buchstabenzusatz TN9 verweist auf einen spritzgegossenen Massivkäfig aus Polyamid. Dieser Käfigtyp verringert die rotierenden Massen, läuft geräuscharm und ist für den Betriebsbereich von -30 bis +100 Grad Celsius ausgelegt.
Zwei Kugelreihen laufen auf einer zusammenhängenden, hohlkugelig gestalteten Laufbahn im Außenring. Weicht die Welle durch Biegung oder Montageversatz ab, schwenkt die Einheit aus Innenring, Kugeln und Käfig frei im Außenring, ohne die radiale Tragwirkung zu beeinträchtigen.
Ringe und Wälzkörper sind aus 100Cr6 gefertigt, einem durchgehärteten Standard-Wälzlagerstahl. Dieser Werkstoff bietet eine hohe Druckfestigkeit und Formstabilität unter wechselnden mechanischen Beanspruchungen im industriellen Einsatz.
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