SKF
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Das Pendelkugellager 2307 E-RS1TN9/C3 von SKF gleicht Fluchtungsfehler aus, misst 35x80x31 mm und bietet erhöhte C3-Lagerluft mit einseitiger RS1-Dichtung.
Das Pendelkugellager 2307 E-RS1TN9/C3 von SKF ist ein zweireihiges Wälzlager aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) mit einer gemeinsamen hohlkugeligen Laufbahn im Außenring. Diese Konstruktion gleicht Fluchtungsfehler sowie Wellendurchbiegungen im Betrieb selbsttätig aus. Mit einer 35 mm Bohrung, 80 mm Außendurchmesser und 31 mm Breite entspricht das Bauteil der Toleranzklasse P0/PN (ABEC 1). Ein federnder Polyamidkäfig führt die Wälzkörper geräuscharm im zulässigen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad.
Dieses zweireihige Wälzlager kommt bei Konstruktionen zum Tragen, bei denen Fluchtungsfehler zwischen Gehäusebohrungen auftreten oder sich die Welle unter Last elastisch durchbiegt. Typische Einsatzfelder finden sich in Lagerungen mit Fluchtungsabweichungen sowie kontinuierlicher Radialbelastung. Durch die pendelnde Wirkung im Außenring verteilt das Lager die Last gleichmäßig auf beide Kugelreihen. Die einseitig schleifende RS1-Dichtung schützt die Lagerstelle vor Schmutzeintrag von einer Seite, während die Gegenseite Schmierstoff aufnehmen kann.
Die Kennzeichnung C3 weist eine leicht erhöhte Radiallagerluft gegenüber der Normalausführung aus. Sie fängt thermische Dehnungen bei höheren Betriebstemperaturen bis +120 Grad oder feste Passungssitze auf, damit die Kugeln im Betrieb nicht klemmen. Der Polyamidkäfig verringert das Gewicht der rotierenden Bauteile, dämpft Schwingungen und erlaubt rasche Drehzahlwechsel. Beim Einbau des Standard-Innenrings auf die 35 mm Welle dient die Ausrichtung der einseitigen Dichtung dem Schutz vor externen Schmutzeinflüssen.
Die gemeinsame hohlkugelige Laufbahn im Außenring erlaubt ein freies Einstellen der beiden Kugelreihen. Dadurch gleicht das Lager Fluchtungsfehler zwischen Welle und Gehäuse sowie montagebedingte Schiefstellungen selbsttätig aus. Diese Eigenschaft verhindert schädliche Kantenbelastungen und unterstützt eine gleichmäßige Kraftverteilung auf die Wälzkörper.
Mit einem Innendurchmesser von 35 mm für den Wellensitz, einem Außendurchmesser von 80 mm für die Gehäusebohrung sowie einer Gesamtbreite von 31 mm entspricht das Lager den Hauptabmessungen. Gefertigt ist das Bauteil aus Wälzlagerstahl 100Cr6 in der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1 mit zylindrischem Innenring.
Die Angabe C3 beschreibt eine leicht vergrößerte Radialluft im Vergleich zur herkömmlichen Lagerluft CN. Ein größeres Lagerspiel ist erforderlich, wenn starke Temperaturdifferenzen zwischen Innen- und Außenring auftreten oder feste Passungen den Innenring aufweiten. Die zusätzliche Luft verhindert, dass das Lager während des Laufs verspannt.
Die einseitig schleifende RS1-Dichtung dichtet das Lager zu einer Gehäuseseite gegen das Eindringen von Staub, Feuchtigkeit oder festen Partikeln ab. Die gegenüberliegende offene Flanke ermöglicht den gezielten Zufluss von Schmierfett oder Schmieröl aus einem angrenzenden Schmierstoffraum oder über externe Schmiereinrichtungen.
Der freigegebene Temperaturbereich für das Modell liegt zwischen -30 und +120 Grad. Diese Spanne wird maßgeblich durch den eingebauten Polyamidkäfig und die Werkstoffgrenzen der Berührungsdichtung definiert. Innerhalb dieser Grenzwerte behalten die elastischen Dichtlippen und der Wälzkörperkäfig ihre Formbeständigkeit.
Das Nachsetzzeichen TN9 steht für einen kugelgeführten Käfig aus Polyamid. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht, hohe Elastizität und gute Laufeigenschaften bei kurzzeitiger Mangelschmierung aus. Zudem trägt das dämpfende Material zu einem reduzierten Betriebsgeräusch bei.
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