KOYO
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Die Nadelhülse B57 von JTEKT-KOYO bietet kompakte radiale Tragfähigkeit bei Abmessungen von 8x12,7x11,1 mm für platzsparende Wellenlagerungen.
Die Nadelhülse B57 von JTEKT-KOYO dient als raumsparendes Radiallager für Bauräume im Maschinen- und Vorrichtungsbau. Dieses einreihige Nadellager führt Wellen mit einem Durchmesser von 8 mm direkt und beansprucht durch den dünnwandigen Außenring aus gehärtetem Blech nur minimalen Einbauraum. Das offene Wälzlager eignet sich für Konstruktionen, bei denen radiale Kräfte auf engem Raum aufgenommen werden müssen. Die Ausführung verbindet eine schlanke Bauweise mit hoher Steifigkeit.
Diese Bauform findet vor allem dort Verwendung, wo der radiale Bauraum stark begrenzt ist. Typische Einsatzfelder sind kompakte Wellenführungen sowie feinmechanische Lagerungen mit geringer radialer Bauhöhe. Da das Lager für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad ausgelegt ist, deckt es diesen thermischen Bereich im laufenden Betrieb ab. Die Bauform ohne Innenring erfordert eine gehärtete und geschliffene Welle als Laufbahn, ermöglicht dafür jedoch eine besonders platzsparende Konstruktion.
Bei dieser Variante handelt es sich um ein offenes Lager ohne Dichtung und ohne Schmierbohrung. Eine externe Abdichtung des Gehäuses trägt dazu bei, das Eindringen von Schmutz und den Austritt von Schmierstoff zu verringern. Die Zuführung des Schmierstoffs erfolgt axial über die Stirnseiten. Der integrierte Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper und sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung. Bei der Montage wird das Lager mit einem geeigneten Dorn rechtwinklig in die Gehäusebohrung eingepresst.
Die Nadelhülse B57 besitzt eine Bohrung von 8 mm, einen Außendurchmesser von 12,7 mm und eine Breite von 11,1 mm. Durch diese kompakten Dimensionen ermöglicht das Wälzlager sehr dünnwandige Konstruktionen, bei denen der gehärtete Außenmantel direkt in das umgebende Gehäuse eingepresst wird.
Als offenes Lager besitzt diese Ausführung keine integrierten Dichtscheiben. Dadurch entstehen im Lager keine zusätzlichen Reibungsverluste durch schleifende Dichtelemente, was den Leichtlauf begünstigt. Konstruktiv muss die Lagerstelle über das Gehäuse oder externe Dichtringe gegen Schmutz und Feuchtigkeit geschützt werden.
Da diese Nadelhülse ohne Schmierbohrung gefertigt ist, erfolgt die Schmierstoffversorgung nicht radial durch den Außenring. Das Schmiermittel, Fett oder Öl, muss über die offenen Stirnseiten in das Lagerinnere eingebracht werden. Vor der Inbetriebnahme ist eine ausreichende Erstbefettung oder Schmierung durch das umgebende System erforderlich.
Der Stahlblechkäfig führt die einzelnen Nadelrollen parallel zur Drehachse und hält sie gleichmäßig auf Abstand. Dies verhindert den direkten Kontakt der Wälzkörper untereinander, mindert die Reibung und sorgt für eine gleichmäßige Lastverteilung. Zudem behält der metallische Käfig seine Formstabilität im zulässigen Temperaturbereich bis +120 Grad.
Die Nadelhülse B57 ist für einen Temperaturbereich von -20 bis +120 Grad ausgelegt. Ausschlaggebend für die thermische Eignung im laufenden Betrieb ist neben dem Stahlblechkäfig vor allem das gewählte Schmiermittel. Für den Einsatz an den Temperaturgrenzen muss das Schmierfett passend zu diesen Bedingungen gewählt werden.
Weil Nadelhülsen dieser Baureihe keinen eigenen Innenring besitzen, laufen die Nadeln direkt auf der Welle. Daher muss die Wellenoberfläche als gehärtete und feingeschliffene Laufbahn ausgeführt sein. Durch den Verzicht auf einen Innenring bleibt der benötigte radiale Bauraum gering.