KOYO
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Die Nadelhülse B85 von JTEKT-KOYO bietet eine raumsparende Lagerung für Radialkräfte bei kompakten Abmessungen von 12,761 x 17,475 x 7,925 mm.
Die Nadelhülse B85 ist ein dünnwandiges Wälzlager für Anwendungen mit geringem radialem Bauraum. Das einreihige Lager von JTEKT-KOYO führt die zylindrischen Wälzkörper in einem Stahlblechkäfig. Durch die spanlose Formgebung des Außenrings beansprucht die Hülse minimalen Einbauraum im Gehäuse. Da die Ausführung ohne Dichtung und ohne Schmierbohrung gefertigt ist, eignet sie sich vor allem für Gehäusekonstruktionen mit Schmierstoffzufuhr über die umgebende Baugruppe.
Konstrukteure setzen dieses Bauteil vor allem dort ein, wo radiale Kräfte auf engem Raum übertragen werden müssen. Da das Nadellager direkt auf der gehärteten Welle abwälzt, entfällt ein separater Innenring, was die Gesamtabmessungen der Lagerstelle reduziert. Typische Einsatzbereiche sind kompakte Lagerungen mit rein radialer Belastung. Das Bauteil nimmt ausschließlich Radialkräfte auf und erfordert eine axiale Führung der Welle durch angrenzende Maschinenteile.
Bei der Montage dieser Hülse ohne eigene Schmierbohrung ist die Zuführung des Schmierstoffs über die Stirnseiten oder die Welle konstruktiv vorzusehen. Das Bauteil deckt einen Betriebstemperaturbereich von -20 bis +120 Grad ab. Da keine integrierte Dichtung vorhanden ist, schützen externe Dichtelemente die Lagerstelle vor Schmutz und Feuchtigkeit. Das Einpressen in die Gehäusebohrung erfolgt zweckmäßig mit passenden Werkzeugen, um die dünnwandige Hülse formgenau aufzunehmen.
Dieses Wälzlager besitzt einen spanlos geformten, dünnwandigen Außenmantel aus Stahl und führt eine Reihe schlanker Nadelrollen. Die Konstruktion ermöglicht tragfähige Radiallagerungen auf kleinstem Bauraum. Das Lager benötigt keinen Innenring, wenn die Welle als gehärtete und geschliffene Laufbahn ausgeführt ist.
Die Hülse weist einen Innendurchmesser beziehungsweise eine Hüllkreisbohrung von 12,761 mm auf. Der Außendurchmesser beträgt 17,475 mm und die Baubreite liegt bei 7,925 mm. Diese Abmessungen entsprechen zölligen Standardmaßen und verlangen eine passgenaue Gehäusebohrung zur korrekten Formgebung der Laufbahn.
Das Lager ist für Betriebstemperaturen von -20 bis +120 Grad spezifiziert. Innerhalb dieser Grenzen behalten der Stahlblechkäfig und die Wälzkörper ihre Maßstabilität. Maßgeblich für die tatsächliche Einsatzgrenze im Betrieb ist zudem das gewählte Schmiermittel, welches für diesen Temperaturbereich geeignet sein muss.
Der Stahlblechkäfig hält die Nadelrollen auf gleichmäßigem Abstand zueinander und verhindert den direkten Kontakt benachbarter Wälzkörper. Dies vermindert die Reibung im Lager und ermöglicht höhere Betriebsdrehzahlen als vollnadelige Ausführungen. Gleichzeitig unterstützt der Käfig die gleichmäßige Führung der Wälzkörper beim Umlauf.
Da die Nadelhülse ohne Schmierbohrung und ohne Dichtung gefertigt ist, gelangt der Schmierstoff axial über die Stirnseiten an die Wälzkörper. Je nach Konstruktion erfolgt die Schmierung über Schmierstoffe der umgebenden Baugruppe. Gegen das Eindringen von Verunreinigungen sind bei Bedarf externe Dichtungen an der Gehäusestelle vorzusehen.
Nein, Nadelhülsen dieser Bauart sind reine Radiallager und nehmen keine axialen Kräfte auf. Axiallasten müssen durch zusätzliche Anlaufscheiben, Axial-Nadellager oder andere Führungselemente abgefangen werden. Zudem erfordert die offene Hülse eine genaue Fluchtung von Gehäuse und Welle.