SKF
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Nadel-Schrägkugellager NKIA5912 von SKF: Kombiniertes Lager mit 60 mm Bohrung für hohe radiale Lasten und einseitige Axialkräfte bei kompaktem Bauraum.
Das Nadel-Schrägkugellager NKIA5912 verbindet einen radialen Nadelkranz mit einem Schrägkugellagerteil in einem kompakten Bauteil. Diese Konstruktion aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) nimmt hohe Radialkräfte auf und führt Wellen gleichzeitig in einer axialen Richtung. Mit den Hauptabmessungen von 60 mm Bohrung, 85 mm Außendurchmesser und 34 mm Breite eignet sich das offene Lager für platzsparende Konstruktionen. SKF fertigt das Lager mit einem stabilen Stahlblechkäfig und einteiligem Innenring in der Normtoleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1.
Das Nadel-Schrägkugellager NKIA5912 eignet sich vor allem für Lagerstellen, an denen hohe radiale Kräfte auftreten und gleichzeitig axiale Führungskräfte in einer Richtung abgestützt werden müssen. Durch die Kombination von Nadelrollen und Schrägkugellager spart die Baureihe NKIA wertvollen axialen und radialen Bauraum gegenüber getrennten Lageranordnungen ein. Typische Einsatzfelder finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei Wellenlagerungen mit kombinierten Beanspruchungen. Konstrukteure nutzen diese einseitig wirkende Bauform, um kompakte Festlagerungen mit definierter axialer Anstellung umzusetzen.
Da das Nadel-Schrägkugellager NKIA5912 Axialkräfte ausschließlich in einer Richtung aufnimmt, erfordert die Konstruktion bei wechselnden Axialkräften ein gegengestelltes zweites Lager auf der Welle. Als offene Ausführung ohne integrierte Dichtung benötigt die Lagerstelle eine externe Abdichtung im Gehäuse, damit Schmutzpartikel fernbleiben und der Schmierstoff im Wälzbereich verbleibt. Der zulässige Betriebsbereich reicht von -20 bis +120 Grad Celsius. Für eine lange Lebensdauer schmieren Sie den Radial- und Axialteil vor der Inbetriebnahme sorgfältig mit passendem Schmieröl oder Wälzlagerfett.
Das Nadel-Schrägkugellager NKIA5912 verfügt über einen Innendurchmesser von 60 mm, einen Außendurchmesser von 85 mm sowie eine Gesamtbreite von 34 mm. Diese Abmessungen bestimmen den erforderlichen Bauraum auf der Welle sowie im Gehäusesitz. Durch den einteiligen Innenring lässt sich das Bauteil präzise auf der Welle positionieren.
Einseitig wirkend bedeutet, dass der integrierte Schrägkugellagerteil Axialkräfte nur aus einer definierten Richtung aufnehmen kann. Radiale Kräfte trägt dagegen der Nadelrollenbereich ab. Bei beidseitig auftretenden Axialbelastungen ist in der Maschine ein spiegelbildlich angeordnetes Gegenlager erforderlich, um Axialkräfte in beide Richtungen aufzunehmen.
Das Lager ist als offene Variante ausgeführt, um maximale Flexibilität bei der Schmiermittelwahl zu ermöglichen und Reibungsverluste durch schleifende Dichtlippen zu vermeiden. Die Abdichtung gegen Staub, Feuchtigkeit und Schmiermittelaustritt muss deshalb über die umgebende Gehäusekonstruktion erfolgen, beispielsweise durch externe Wellendichtringe oder Labyrinthdichtungen.
Der spezifizierte Betriebstemperaturbereich des Lagers liegt zwischen -20 und +120 Grad Celsius. Die Maßhaltigkeit des 100Cr6-Wälzlagerstahls und der Stahlblechkäfig decken diesen Bereich im Dauerbetrieb ab. Achten Sie bei der Auslegung darauf, dass auch das verwendete Schmiermittel für die anliegenden Betriebstemperaturen freigegeben ist.
Die Klassifizierung P0 (entspricht ABEC 1) definiert die Standard-Toleranzklasse für Industrie-Wälzlager nach internationalen Normen. Sie legt zulässige Abweichungen für Bohrungs- und Außendurchmesser, Rundlauf sowie Breite fest. Diese Ausführung bietet für gängige Maschinenbauanwendungen eine praxistaugliche Präzision ohne unnötig enge Fertigungstoleranzen.
Im NKIA5912 führt ein Käfig aus Stahlblech die Wälzkörper. Dieser Werkstoff zeichnet sich durch hohe Festigkeit, Formstabilität und thermische Belastbarkeit aus. Im Vergleich zu Kunststoffkäfigen widersteht der Stahlblechkäfig höheren Schmierstofftemperaturen und eignet sich für den Einsatz mit Mineralölen sowie synthetischen Fetten.
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