SKF
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Das Kegelrollenlager 639058 A/Q von SKF bietet mit 78x106x17,75 mm eine solide Führung für kombinierte Radial- und Axialbelastungen in Industrieanwendungen.
Das Kegelrollenlager 639058 A/Q von SKF ist ein einreihiges Rollenlager in Standardausführung, das radiale und einseitig axiale Kräfte aufnimmt. Durch die kegelige Anordnung der Wälzkörper rollen die Kegelrollen auf den Laufbahnen ab. Als komplettes Kegelrollenlager umfasst die Ausführung den Innenring samt Rollenkranz sowie den zugehörigen Außenring. Bei Abmessungen von 78 mm Bohrungsdurchmesser, 106 mm Außendurchmesser und 17,75 mm Gesamtbreite ermöglicht diese Bauform steife Lagerungen bei begrenztem radialem Bauraum.
Dieses Lager eignet sich vor allem für Lagerstellen, an denen hohe radiale Kräfte mit gleichzeitigen Axialkräften in einer Richtung auftreten. Typische Einsatzbereiche finden sich im allgemeinen Maschinenbau bei Wellenlagerungen mit kombinierten Belastungen. Da einreihige Kegelrollenlager Axiallasten nur in einer Wirkrichtung aufnehmen, montieren Konstrukteure üblicherweise ein zweites Lager in spiegelbildlicher Anstellung. Diese paarweise Anordnung in X- oder O-Konfiguration stützt wechselnde axiale Belastungen ab und führt die Welle im Gehäuse.
Der eingebaute Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper auf Abstand und hält die Rollen unverlierbar am Innenring. Dadurch bleibt das Lager auch bei Vibrationen mechanisch stabil und deckt einen Temperaturbereich von -30 bis +120 Grad ab. Die Fertigung nach Toleranzklasse P0 (äquivalent zu ABEC 1) entspricht dem industriellen Normalstandard für Maß- und Laufgenauigkeit. Für die fachgerechte Montage beachten Sie, dass Innen- und Außenring getrennt montiert werden können. Das Lagerspiel stellen Sie erst beim Einbau über die axiale Vorspannung ein.
Die Abmessungen betragen 78 mm Innendurchmesser (Bohrung), 106 mm Außendurchmesser und eine Gesamtbreite von 17,75 mm. Diese Proportionen erlauben eine hohe radiale Tragfähigkeit bei vergleichsweise geringer Bauhöhe. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Welle und Gehäusebohrung auf diese Anschlussmaße abgestimmt sind.
Einreihige Kegelrollenlager nehmen gleichzeitig radiale Kräfte sowie axiale Belastungen aus einer Richtung auf. Die kegelig ausgeführten Rollen und Laufbahnen leiten kombinierte Kraftkomponenten in die Lagerringe ein. Zur Aufnahme beidseitig wirkender Axialkräfte ist ein zweites, gegengleich angestelltes Lager auf derselben Welle erforderlich.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich liegt zwischen -30 und +120 Grad. Begrenzt wird diese Spanne primär durch die Formstabilität der Lagerkomponenten und das gewählte Schmiermittel. Achten Sie bei Anwendungen im Grenzbereich darauf, dass das eingesetzte Schmierfett oder Schmieröl für die entsprechende Betriebstemperatur freigegeben ist.
Die Einstufung in P0 beziehungsweise ABEC 1 kennzeichnet die normale Toleranzklasse für Standardanwendungen im Maschinenbau. Sie definiert zulässige Abweichungen bei Bohrung, Außendurchmesser sowie Plan- und Rundlauf. Für die überwiegende Mehrheit industrieller Antriebe liefert diese Ausführung eine praxisgerechte Maßgenauigkeit.
Kegelrollenlager sind nicht selbsthaltend aufgebaut. Der Innenring bildet mit dem Stahlblechkäfig und den Kegelrollen eine feste Einheit, während der Außenring bordlos und frei abnehmbar ist. Diese Zerlegbarkeit erleichtert den Einbau, da Sie Innen- und Außenring unabhängig voneinander auf Welle und Gehäuse aufpressen können.
Die Lagerluft ist bei diesem Lagertyp nicht ab Werk vorgegeben, sondern entsteht erst beim mechanischen Einstellen während des Einbaus. Durch axiales Verschieben des Innenrings gegen den Außenring eines Gegenlagers regulieren Sie das Betriebsspiel oder die gewünschte Vorspannung über Einstellscheiben, Wellenmuttern oder Passfedern.
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