INA
| Mengenstaffel | Ihr Rabatt | Stückpreis |
|---|---|---|
| 10 | 8,09 € | 153,73 € |
| 20 | 16,18 € | 145,64 € |
Führungswagen KWVE30 -B-L-V1-G2 von INA: Vierreihiger Flanschwagen in langer Bauform mit 90 mm Breite für präzise Linearbewegungen im industriellen Maschinenbau.
Der Führungswagen KWVE30 -B-L-V1-G2 dient als Linearführung auf Profilschienen der 30er Reihe. Als vierreihige Kugelumlaufeinheit in Flanschbauform nimmt diese Komponente Kräfte aus allen Hauptrichtungen sowie Momente auf. Gefertigt aus Stahl und Kunststoffteilen für den Kugelumlauf, eignet sich das Element für Betriebstemperaturen von -10 bis +80 Grad. Die integrierten End- und Längsdichtungen tragen dazu bei, den Wälzkörperraum vor Schmutz zu schützen und den Schmierstoff im System zu halten.
Dieser Flanschwagen kommt typischerweise bei linearen Führungsaufgaben mit statischen und dynamischen Drehmomentbelastungen zum Einsatz. Durch die Ausführung als langer Wagen bietet das Bauteil eine vergrößerte Auflagefläche und stützt Drehmomente entlang der Führungsschiene ab. Die vierreihige Anordnung der Wälzkörper begünstigt eine gleichmäßige Kraftverteilung bei translatorischen Hubbewegungen. Dank der Auslegung ohne Kugelkette laufen die Kugeln direkt im Umlaufsystem, was eine kompakte und mechanisch feste Einheit bildet.
Die breite Flanschform mit einer Gesamtbreite von 90 mm erlaubt eine feste Verschraubung von Montageplatten oder Maschinenbetten direkt von oben oder unten. Mit der leichten Vorspannung (V1) reduziert der Wagen das Führungsspiel, ohne den Verschiebewiderstand unnötig zu erhöhen. In Kombination mit der Toleranzklasse INA G2 wird eine definierte Führungsgenauigkeit erreicht. Da die Führungseinheit nachschmierbar konstruiert ist, lassen sich die Schmierintervalle an die Anforderungen betrieblicher Wartungszyklen anpassen.
Als vierreihiger Flanschwagen der 30er Baureihe in langer Ausführung bietet diese Konstruktion mit 90 mm Breite seitliche Flanschflächen für Befestigungsschrauben. Die verlängerte Bauform vergrößert die Abstützbasis, was besonders bei Momentenbelastungen um die Querachsen für zusätzliche Stabilität sorgt.
V1 kennzeichnet eine leichte Vorspannung der Kugeln. Bei dieser Einstufung werden die Wälzkörper mit geringem Übermaß zwischen Laufbahn und Wagen eingepasst. Dies steigert die Steifigkeit der Linearachse, wirkt Schwingungen entgegen und behält gleichzeitig ein leichtgängiges Laufverhalten bei gleichmäßigen Bewegungen bei.
Kombinierte Dichtungen sichern das Innere des Wagens: Stirnseitige Enddichtungen streifen Partikel von der Führungsschiene ab, während zusätzliche Längsdichtungen an der Unterseite den Wälzraum zur Flanke hin abschließen. Diese Anordnung hemmt das Eindringen von Schmutz und mindert den Austritt des Schmierstoffs.
Ausgelegt ist der Wagen für einen Temperaturbereich von -10 bis +80 Grad Celsius. Begrenzt wird diese Spanne im Wesentlichen durch die Werkstoffpaarung aus Stahl und den verbauten Kunststoffkomponenten der Kugelrückführungen. Bei abweichenden Umgebungstemperaturen sind angepasste Schmier- und Dichtkonzepte zu prüfen.
Ausgeführt als nachschmierbare Einheit, lässt sich Schmierstoff über Anschlüsse an den Stirnseiten oder Flanken direkt in die Kugelkanäle einbringen. Dies ermöglicht eine bedarfsgerechte Wartung entsprechend den Einsatzbedingungen und Laufstrecken des Führungssystems ohne Demontage des Wagens von der Schiene.
G2 beschreibt eine herstellerspezifische Genauigkeitsklasse bezüglich Höhen- und Breitenmaßen sowie der Parallelität des Führungswagens zur Schiene. Die Einstufung G2 definiert enge Fertigungstoleranzen und erleichtert das Zusammenspiel paralleler Wagen in mehrreihigen Führungssystemen.