NACHI
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Das Axial-Rillenkugellager 51317 von NACHI mit den Maßen 85x150x49 mm nimmt einseitig axiale Belastungen im industriellen Maschinenbau auf.
Das Axial-Rillenkugellager 51317 dient der Aufnahme reiner Axialkräfte entlang der Drehachse. Gefertigt aus klassischem 100Cr6-Wälzlagerstahl und ausgerüstet mit einem formstabilen Stahlblechkäfig, führt das Lager rotierende Bauteile zuverlässig. Es entspricht der genormten Normaltoleranz nach P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Konstrukteure und Instandhalter greifen auf diese Ausführung von NACHI zurück, wenn axiale Wellenkräfte in eine Richtung abgestützt werden müssen.
Dieses Axial-Rillenkugellager 51317 nimmt ausschließlich Axialkräfte auf, die aus einer Richtung auf die Welle wirken. Weil es als einseitig wirkende Bauform ausgeführt ist, stützt es rotierende Wellen axial gegen ein Gehäuse ab. Typische Anwendungen finden sich im allgemeinen Vorrichtungs- und Maschinenbau bei Lagerungen, bei denen keine Radialkräfte auf das Axiallager treffen. Für radiale oder kombinierte Belastungen ist dieses Wälzlager konstruktionsbedingt nicht geeignet.
Da die Bauform 51317 nicht winkeleinstellbar ist und ebene Anlagescheiben besitzt, müssen die Anschlussflächen an Gehäuse und Welle rechtwinklig zur Lagerachse gefertigt sein. Schon geringe Schiefstellungen führen zu einer ungleichmäßigen Lastverteilung über die Wälzkörper. Der Artikelumfang umfasst das Axiallager ohne zusätzliche Unterlagscheibe. Bei der Konstruktion sind der zulässige Betriebsbereich von -30 °C bis +150 °C sowie ein dafür passender Schmierstoff einzuplanen.
Das Lager besitzt einen Innendurchmesser von 85 mm an der Wellenscheibe, einen Außendurchmesser von 150 mm an der Gehäusescheibe sowie eine Gesamtbreite von 49 mm. Diese Abmessungen ermöglichen den direkten Austausch bei bestehenden Konstruktionen und standardisierten Lagerstellen im Maschinenbau.
Als einseitig wirkendes Axiallager nimmt dieses Modell ausschließlich axiale Kräfte aus einer festgelegten Richtung auf. Radiale Belastungen darf das Lager nicht tragen, weshalb die radiale Führung der Welle stets über separate Radiallager erfolgen muss. Bei wechselnden axialen Lastrichtungen sind zweiseitig wirkende Lager erforderlich.
Die Bauteile aus 100Cr6-Wälzlagerstahl sowie der Stahlblechkäfig sind für Betriebstemperaturen zwischen -30 °C und +150 °C ausgelegt. Maßgeblich für die tatsächliche Einsatzgrenze im laufenden Betrieb ist neben dem Lagermaterial auch die Temperaturbeständigkeit des eingesetzten Schmierstoffs.
P0 beziehungsweise ABEC 1 bezeichnet die genormte Normaltoleranz für Wälzlager nach ISO- und ABEC-Standards. Sie deckt die Anforderungen an Maß-, Form- und Laufgenauigkeit im allgemeinen Industrie- und Maschinenbau standardmäßig ab. Engere Toleranzklassen sind in der Regel Spezialanwendungen wie Werkzeugmaschinenspindeln vorbehalten.
Aufgrund der ebenen Gehäusescheibe ist das Lager nicht winkeleinstellbar. Montagebedingte Fluchtungsfehler oder unebene Gehäuseflächen gleicht diese Ausführung nicht aus. Ein Winkelfehler führt zu einer einseitigen Belastung der Wälzkörper und erhöht die Reibung sowie den Verschleiß der Laufbahnen.
Ein Stahlblechkäfig führt die Wälzkörper gleichmäßig auf der kreisförmigen Laufbahn zwischen Wellen- und Gehäusescheibe. Er verhindert den direkten Kontakt der Kugeln untereinander, sorgt für gleichmäßige Abstände und deckt den regulären Temperaturbereich des Lagers bis +150 °C problemlos ab.
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