NKE
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Das Axial-Pendelrollenlager 29414 -E von NKE Steyr (70x150x48 mm) nimmt sehr hohe einseitige Axialkräfte auf und gleicht Fluchtungsfehler aus.
Das Axial-Pendelrollenlager 29414 -E nimmt schwere Axiallasten in einer Richtung auf und lässt sich dank seiner balligen Rollen und der hohlkugeligen Gehäusescheibe winkelbeweglich betreiben. Gefertigt aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6), entspricht die Ausführung der Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Das offene Wälzlager verfügt über einen stabilen Stahlblechkäfig und deckt einen weiten Temperaturbereich von -30 bis +200 Grad ab. Konstruktionsbedingt eignet sich diese Bauart für Anwendungen mit Wellendurchbiegungen oder Fluchtungsfehlern.
Dieses Wälzlager kommt überall dort zum Einsatz, wo vorrangig hohe Axialkräfte wirken und gleichzeitig statische oder dynamische Schiefstellungen der Welle ausgeglichen werden müssen. Typische Einsatzbereiche finden sich in Industrieantrieben sowie allgemeinen Wellenlagerungen mit hohen Axialbeanspruchungen. Neben axialen Lasten überträgt die Bauform auch kombinierte Radialbelastungen. Das Lager führt die Rollen vibrationsarm und unterstützt eine gleichmäßige Lastverteilung über die gesamte Laufbahnbreite.
Der verbaute Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen auch bei raschen Beschleunigungsvorgängen sicher in der Spur. Er zeichnet sich durch ein geringes Eigengewicht aus und ermöglicht einen großzügigen Schmierstofffluss zwischen den Wälzkörpern. Im Vergleich zu massiven Werkstoffen beansprucht Stahlblech weniger Bauraum, was der Tragfähigkeit der vergrößerten Rollen zugutekommt. In Verbindung mit der Fertigung aus Wälzlagerstahl 100Cr6 bleibt die Einheit innerhalb der zulässigen Betriebstemperaturen formstabil.
Mit einer Bohrung von 70 mm, einem Außendurchmesser von 150 mm und einer Gesamtbreite von 48 mm bestimmen diese Abmessungen den benötigten Einbauraum auf der Welle sowie im Lagergehäuse und entsprechen den gängigen Normvorgaben für diese Baureihe.
Als einseitig wirkende Ausführung nimmt dieses Lager axiale Kräfte gezielt in einer Hauptlastrichtung auf. Sollen wechselnde Axiallasten abgestützt werden, ist eine entsprechende Gegenlagerung oder der Einbau eines zweiten Lagers erforderlich.
Die Laufbahn in der Gehäusescheibe ist als Hohlkugelfläche ausgeführt, wodurch der Mittelpunkt mit der Lagerachse zusammenfällt. Diese Geometrie erlaubt es dem Rollensatz samt Wellenscheibe, Schiefstellungen auszugleichen. Fluchtungsfehler oder Durchbiegungen der Welle führen daher nicht zu schädlichen Kantenpressungen.
Zulässige Betriebstemperaturen liegen zwischen -30 und +200 Grad. Dieser Bereich wird durch den verarbeiteten Wälzlagerstahl sowie den Stahlblechkäfig ermöglicht. Bei der konkreten Auslegung ist zusätzlich die Temperaturstabilität des gewählten Schmierstoffs zu berücksichtigen.
Gefertigt wird die Ausführung nach Toleranzklasse P0/PN beziehungsweise ABEC 1. Hierbei handelt es sich um die industrielle Standardtoleranz für Maß- und Laufgenauigkeit, die im Maschinenbau eine passgenaue Montage auf Wellen und in Gehäusebohrungen ermöglicht.
Ohne integrierte Dichtungen ausgeführt, muss das umgebende Gehäuse wirksam gegen Schmutz und Feuchtigkeit abgedichtet werden. Die offene Konstruktion ermöglicht die Versorgung über Fett- oder Ölschmierung, wobei das Schmiermittel den Kontaktflächen kontinuierlich zugeführt werden sollte.
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