NSK
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Das Axial-Pendelrollenlager 29417 E von NSK führt einseitige Axiallasten bei 85 mm Bohrungsdurchmesser und gleicht Fluchtungsfehler der Welle winkelbeweglich aus.
Das Axial-Pendelrollenlager 29417 E ist ein einseitig wirkendes Wälzlager, das schwere axiale Kräfte bei gleichzeitigen Schiefstellungen der Welle meistert. Mit den Hauptabmessungen von 85 mm Bohrung, 180 mm Außendurchmesser und 58 mm Breite erfüllt dieses Lager industrielle Anforderungen an Belastbarkeit und Maßhaltigkeit. NSK fertigt das Bauteil aus Standard-Wälzlagerstahl (100Cr6) in der Toleranzklasse P0/PN bzw. ABEC 1. Es eignet sich für den kontinuierlichen Einsatz in schweren Industrieantrieben und anspruchsvollen Maschinenkonstruktionen.
Dieses Wälzlager kommt vorrangig dort zum Einsatz, wo schwere einseitig gerichtete Axialbelastungen auftreten und Wellendurchbiegungen ausgeglichen werden müssen. Durch die hohlkugelige Laufbahn in der Gehäusescheibe stellt sich der Rollensatz selbsttätig ein. Typische Einsatzfelder sind vertikale Wellenlagerungen sowie Industrieanwendungen mit kombinierten Belastungen. Da die Konstruktion neben axialen Kräften auch radiale Belastungsanteile aufnehmen kann, bietet sie Konstrukteuren und Instandhaltern funktionale Sicherheit bei unvermeidbaren Fluchtungsfehlern.
Der integrierte Stahlblechkäfig führt die tonnenförmigen Rollen und zeichnet sich durch mechanische Stabilität bei geringem Eigengewicht aus. Zusammen mit dem Wälzlagerstahl deckt diese Ausführung einen Betriebstemperaturbereich von -30 bis +200 Grad ab. Da das Lager nicht selbsthaltend aufgebaut ist, lassen sich Wellenscheibe und Gehäusescheibe getrennt voneinander montieren. Berücksichtigen Sie bei der Auslegung stets die einseitige Wirkrichtung, damit die axiale Betriebskraft planmäßig auf die Wellenscheibe trifft.
Das Lager weist eine zylindrische Bohrung von 85 mm, einen Außendurchmesser von 180 mm sowie eine Gesamtbreite von 58 mm auf. Diese genormten Hauptabmessungen ermöglichen den direkten Ersatz bestehender Bauteile gleicher Baugröße in schweren Maschinenlagern. Vor dem Einbau sollten Sie die Anschlussmaße der Welle und des Gehäuses prüfen.
Einseitig wirkend bedeutet, dass das Wälzlager Axialkräfte ausschließlich aus einer Richtung aufnehmen kann. Kräfte in Gegenrichtung lassen sich über diese Konstruktion nicht ableiten. Um einen gleichmäßigen Abrollvorgang ohne Wälzkörperschlupf zu unterstützen, benötigt das Lager im Betrieb eine ständige axiale Mindestbelastung auf die Wellenscheibe.
Der zulässige Betriebstemperaturbereich reicht von -30 bis +200 Grad. Realisiert wird dieses thermische Spektrum durch den formstabilen Standard-Wälzlagerstahl 100Cr6 sowie den temperaturfesten Stahlblechkäfig. Bei Einsätzen nahe den Grenzwerten muss das verwendete Schmiermittel, ob Industrieöl oder Schmierfett, auf diese thermischen Belastungen abgestimmt sein.
Die Gehäusescheibe besitzt eine sphärische, hohlkugelige Laufbahn, deren Mittelpunkt auf der Lagerachse liegt. Die schräg angestellten Pendelrollen können sich dadurch innerhalb der Laufbahn frei bewegen. Diese winkelbewegliche Bauart kompensiert statische Winkelfehler bei der Gehäusefertigung ebenso wie elastische Durchbiegungen der umlaufenden Welle.
Das Bauteil ist in der Toleranzklasse P0/PN gefertigt, was nach US-Normung der Einstufung ABEC 1 entspricht. Dies kennzeichnet die Standard-Normaltoleranz für Wälzlager in industriellen Anwendungen. Sie bietet die nötige Laufgenauigkeit und Maßhaltigkeit für Getriebe sowie den allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau.
Weil Axial-Pendelrollenlager nicht selbsthaltend ausgeführt sind, können Sie Wellenscheibe mit Rollensatz und Gehäusescheibe separat einbauen. Dies erleichtert die Handhabung bei 58 mm Einbaubreite. Achten Sie beim Fügen auf saubere Anschlussflächen und stellen Sie sicher, dass die Wellenscheibe vollflächig am Wellenabsatz anliegt.
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